Markt Sulzberg

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Sulzberg im Allgäu

Buch der Woche

Freundschafts- und Familiengeschichte aus dem Libanon

Pierre Jarawan: Ein Lied für die Vermissten

Nach dem Sensationserfolg des internationalen Bestsellers “Am Ende bleiben die Zedern” (2016) führt auch Jarawans neuer Roman in eine Welt voller unvergesslicher Figuren, sinnlicher Eindrücke und Emotionen. Virtuos verknüpft er die bewegte Geschichte des Nahen Ostens mit dem Leben des jungen Amin, der, während 2011 der Arabische Frühling sich den Libanon erfasst, seine Erinnerungen aufschreibt.

Es sind die Erinnerungen an das Jahr 1994, als er als Jugendlicher mit seiner Großmutter aus Deutschland in den Libanon zurückkehrte – zwölf Jahre nach dem Tod seiner Eltern. Erinnerungen an die unerschütterliche Freundschaft mit dem gleichaltrigen Jafar, mit dem er lernen musste, dass es in diesem Land nie Gewissheit geben wird – weder über die Vergangenheit des Freundes, noch über die Geschichte seiner Familie.

Jarawan gelingt es, schwer zu Ertragendes leicht zu erzählen und trotzdem dem Thema und historischen Ereignissen gerecht zu werden. Die Geschichten seiner Figuren berühren und lassen uns mit Land und Leuten vertraut werden.

Der Autor wurde 1985 als Sohn seines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren nachdem diese vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland und lebt heute in München.

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